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07.12.18

Cybermobbing

Menschen kommunizieren gerne und viel. Mit der Verbreitung verschiedener Formen der Kommunikation wie E-Mails, Mobiltelefonie, Instant Messaging, Chatrooms, Foren und Social Network Sites (SNS) wie Facebook oder Google+ hat die Zeit, welche online verbracht wird, speziell bei Jugendlichen deutlich zugenommen. All diese Angebote lassen sich positiv nutzen, werden aber auch – zum Beispiel durch Cybermobbing – missbraucht.

 

Was ist Cybermobbing?

Unter Cybermobbing versteht man das absichtliche Beleidigen, Bedrohen, Ausgrenzen, Blossstellen oder Belästigen Anderer mithilfe digitaler Kommunikationsmittel. Die Angriffe finden wiederholt und über längere Zeit statt. Cybermobbing ist eine neue Form von Mobbing, welche über die Neuen Medien stattfindet.

 

Wie funktioniert Cybermobbing?

Gleich wie bei Mobbing in der realen Welt verbünden sich beim Cybermobbing mehrere Gruppenmitglieder gegen eine einzelne Person. Sie suchen sich dabei eine Person aus, die nicht weiss wie sie mit den Attacken umgehen soll und deshalb schwach scheint. Sowohl Täter als auch Opfer empfinden dabei immer stärkeren Hass gegeneinander, je weiter das Mobbing fortschreitet. Das macht es für Täter und Opfer immer schwieriger, aus diesem Kreislauf auszubrechen.

 

Sind Cyber-Mobbende anonym?

Cyber-Mobbende haben oft den Eindruck, in der digitalen Welt anonym zu sein. In Wirklichkeit können sie jedoch meist schnell ermittelt werden. Jedes Gerät, dass Zugang zum Internet hat, verfügt über eine IP-Adresse. Mithilfe dieser werden Daten verschickt, herunter- und heraufgeladen.

Es ist auch möglich aufzuschlüsseln, welche Daten über welche IP-Adresse verschickt oder hochgeladen wurden und somit das entsprechende Gerät zu ermitteln.

 

Ist Cybermobbing strafbar?

Über digitale Hilfsmittel verbreiteten Inhalte können kaum kontrolliert werden. Beleidigende oder verletzende Filme, Posts oder Bilder, die einmal verschickt oder veröffentlicht wurden, können sich sehr schnell verbreiten und für das Opfer noch über Jahre hinaus belastend sein. Cybermobbing ist aber nicht nur sehr verletzend, sondern auch eine Straftat.

Verboten sind beispielsweise Erpressung, Nötigung, Verleumdung, Beschimpfung, Drohung sowie das unerlaubte Filmen oder Fotografieren der Opfer. Diese Taten werden mit Geldstrafen oder in Extremfällen bis zu 3 Jahre Gefängnis geahndet.

 

Was kann man tun, wenn man betroffen ist?

 

  • Handeln! Mobbing hört nicht von selbst auf!
  • Sich nicht isolieren lassen. Verbündete suchen, zum Beispiel Freunde, Familienmitglieder, JugendarbeiterIn, SchulsozialarbeiterIn oder Lehrpersonen.
  • Informationen sammeln, um das Mobbing beweisen zu können (z.Bsp. Printscreen)
  • Cyber-Mobber blockieren und melden
  • Meldeformular der Koordinationsstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität ausfüllen

     

    Unterstützung, Beratung und Begleitung:

    - Schulsozialarbeit Meikirch, Christof Iseli, Tel. 079

    - Jugendarbeit Meikirch, Philip Stanovic, Tel. 079

    - Berner Gesundheit, Tel. 031

    - feel.ok

    - tschau.ch

     

Die regionale Jugend- und Schulsozialarbeit führt seit über zwei Jahren regelmässige Workshops an unseren Schulen durch. Inhaltlich wird der Schwerpunkt auf den Umgang mit Messenger-Apps, Chancen und Risiken im Internet und auf den medialen Alltag von Jugendlichen gelegt.

Eine faire Kommunikation und fairer Umgang miteinander ist auch im Netz von zentraler Bedeutung und wird in der Jugend- und Schulsozialarbeit sowohl in der täglichen Arbeit wie auch in den Medienworkshops regelmässig thematisiert und geübt.

Quelle: www.projuventute.ch und www.sapia.ch (Institution für Medienpsychologie)



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